Häufig gestellte Fragen zu Zement

 

Woraus besteht Zement?
Hinsichtlich der Zusammensetzung von Zement unterscheidet man zwischen Haupt- und Nebenbestandteilen. Hauptbestandteile sind Portlandklinker, Hüttensand, Puzzolane, Flugaschen, gebrannter Schiefer, Kalkstein und Silikastaub. Nebenbestandteile können sehr fein zerkleinerte anorganische mineralische Stoffe sein, die durch ihre Korngrößenverteilung die physikalischen Eigenschaften des Zements beeinflussen, etwa seine Verarbeitbarkeit oder das Wasserrückhaltevermögen. Gips oder Anhydrit regeln das Erstarrungsverhalten des Zements. Weitere Nebenbestandteile als Mahlhilfsmittel oder für besondere Zementeigenschaften wie Hydrophobierung sind möglich.
 

Wie lange hält eine Zementbindung?
Durch ihre Kristallstruktur sind Zementverbindungen je nach Mischung extrem haltbar. Ein bekanntes Beispiel für Zementarchitektur ist die Kuppel des römischen Pantheons. Sie existiert seit 1.900 Jahren. Die modernen Zemente von CEMEX sind auf Langlebigkeit besonders im Hinblick auf die Umgebungsbelastungen des jeweiligen Bauteils optimiert.
 

Ist die Verarbeitung von Zement gesundheitsschädlich?
Zement gilt nach europäischem Chemikalienrecht als Gefahrstoff. Verpackungen und Lieferscheine sind entsprechend gekennzeichnet (z. B. mit der entsprechenden UFI-Nr.). Zementstaub sollte weder eingeatmet werden noch mit der Haut in Berührung kommen, um Reizungen der Haut und Atemwege zu vermeiden. Entsprechende Sicherheitshinweise zu Atemschutz und Kleidung sind beim Umgang mit Zement von Laien und Profis stets zu beachten.
 

Ist Zement gleich Zement?
Es gibt eine Vielzahl von Zementarten, die nach ihren jeweiligen Zusammensetzungen, Anforderungen und Eigenschaften in „Normalzemente“ nach DIN EN 197 und „Sonderzemente“ nach DIN EN 14216 unterschieden werden. Als Hauptzementarten gelten

  • Portlandzement – CEM I
  • Portlandkompositzement – CEM II 
  • Hochofenzement – CEM III 
  • Puzzolanzement – CEM IV 
  • Kompositzement – CEM V


Je nach Anteil ihrer Hauptbestandteile werden diese Normalzemente in weitere 27 Zementarten unterschieden.
Zement kann in die Festigkeitsklassen 22,5, 32,5 42,5 und 52,5 mit zusätzlichen Angaben über seine Anfangsfestigkeit zwischen niedrig (L), normal (N) und hoch (R) eingeteilt werden. 
 

Wofür stehen die verschiedenen Buchstaben in der Zementbezeichnung?
Beton wird in sehr vielfältigen Bauteilen und Bauwerken auf unterschiedlichste Weise verarbeitet. Neben der mechanischen Beanspruchung sind Betonbauteile auch chemischen Beanspruchungen ausgesetzt (z. B. Fundamente in sulfathaltigem Grundwasser). Für dauerhafte Bauwerke oder spezielle Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren wurden daher Zemente mit Sondereigenschaften entwickelt, welche durch die Abkürzungen nach der eigentlichen Zementbezeichnung angegeben sind. 
Dazu gehören Zemente mit niedriger (LH) bzw. sehr niedriger Hydrationswärme (VLH) oder hohem Sulfatwiderstand (SR) nach DIN EN 197 bzw. DIN EN 14216. Die nationale Norm DIN 1164 unterscheidet zudem Zemente nach niedrigem wirksamen Alkaligehalt (na bzw. LA), frühem Erstarren (FE), schnellem Erstarren (SE) oder erhöhtem Anteil organischer Bestandteile (HO). Entsprechend können Sie bei CEMEX Zement für verschiedenste Anwendungen bestellen.
 

Was bedeutet Hydratation?
Wird Zement mit Wasser gemischt, so reagiert das Wasser mit den Zementpartikeln, und das Gemisch erhärtet zu Zementstein. Dieser Vorgang wird auch als Hydratation bezeichnet und läuft selbst unter Wasser ab.
Für die Festigkeit von Bauwerken oder zementgebundenen Baustoffen wie Beton ist die Hydratation durch Zugabe genau bemessener Wassermengen ein entscheidender Qualitätsfaktor. Als hydraulisches Bindemittel bildet Zement mit Wasser unlösliche Reaktionsprodukte, wobei die zugegebene Wassermenge (Wasserzementwert) relevant für die Festigkeit ist.