Häufig gestellte Fragen zu Beton

 

Was ist Beton? 
Beton ist ein künstlicher Stein. Er entsteht durch das Mischen von Zement, Gesteinskörnung und Wasser. Zur Erzielung bestimmter Eigenschaften können Zusatzmittel und Zusatzstoffe eingesetzt werden. Zement ist ein hydraulisch erhärtendes Bindemittel. Nach dem Mischen mit Wasser entsteht Zementleim, der sowohl an der Luft als auch unter Wasser erhärtet und dauerhaft Festigkeit ausbildet.
 

Woraus besteht Beton?
Beton besteht aus dem Bindemittel Zement, Gesteinskörnungen, Wasser, Zusatzmitteln und Zusatzstoffen.
 

Was wiegt ein Kubikmeter Beton?
Es wird anhand der Rohdichte zwischen Leicht-, Normal- und Schwerbeton unterschieden. Normalbeton hat eine Rohdichte zwischen 2000 bis 2600 kg/m³. Die Rohdichte von Leichtbeton liegt in einem Bereich zwischen 800 und 2000 kg/m³, die von Schwerbeton über 2600 kg/m³. 
 

Kann ich Transportbeton mit ganz bestimmten Eigenschaften bestellen?
Ja, Sie können bei uns auch Beton bestellen, der ganz spezifischen Anforderungen entspricht – Beton ist ein sehr vielseitiges Baumaterial. Wir können eine ganze Reihe von Betoneigenschaften genau nach Ihrem Bedarf einstellen, zum Beispiel Tragfähigkeit, Wärmeschutz, Feuchteschutz, Brand- und Schallschutz, Witterungsresistenz, die Fließ- und Verarbeitungsfähigkeit oder die Aushärtungszeit. Wichtige Eigenschaften sind besonders die Frühfestigkeit und die Endfestigkeit des Betons, denn auf jeder Baustelle ist Zeit auch Geld. Je eher ein Bauteil aus Beton belastbar ist, desto schneller kann der Bau voranschreiten.
 

Wie stellt CEMEX die Betonqualität sicher?
Zunächst ist eine exakte Zusammensetzung des Betons entscheidend, einschließlich des Luftgehalts und des Wasser-Zement-Verhältnisses. Wir stellen unsere Transportbetone aus qualitätsüberwachten Ausgangsstoffen im Transportbetonwerk her und liefern sie im Transportbetonmischer einbaufertig auf Ihre Baustelle. Ab diesem Zeitpunkt können Sie selbst viel für ein wunschgemäßes Ergebnis tun. Denn um die benötigten Betoneigenschaften sicher zu erreichen, sind eine sachgerechte Verarbeitung und Nachbehandlung des Frischbetons notwendig. So wird der Beton meist mehrere Tage beispielsweise mit Isolierfolien geschützt. Denn größere Temperaturschwankungen, Frost, Sonneneinstrahlung oder Regen könnten die Betoneigenschaften beeinträchtigen. Wir beraten Sie gern zu allen Fragen rund um den Einbau und die Nachbehandlung. Auf Wunsch unterstützen unsere Baustofftechniker Sie vor Ort auf der Baustelle.
 

Welche Rolle spielen die Druckfestigkeitsklasse, die Konsistenzklasse und die Expositionsklasse?
Der Baustoff Beton zeichnet sich generell durch eine hohe Druckfestigkeit aus. Je nach Druckfestigkeitsklasse reicht sie bei Beton von 8 bis über 100 N/mm² (N=Newton, die Maßeinheit für Kraft). Auch weitaus höhere Druckfestigkeiten sind mit modernem Hochleistungsbeton möglich. Damit es für die Betonherstellung genaue Richtwerte gibt, definieren die Normen DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 die Druckfestigkeitsklassen und die Konsistenzklassen für Beton. Die Druckfestigkeitsklassen geben an, welchem Druck ein genau definierter Beton-Probekörper nach 28 Tagen Aushärtung standhält. Die erforderliche Konsistenzklasse orientiert sich an den Einbaubedingungen, der Bauteilkonstruktion und den Abständen der Bewehrung. Belastende Einwirkungen auf den Beton sind in abgestufte Expositionsklassen eingeteilt. Solche Belastungen stellen beispielsweise Meerwasser oder Chloride dar, Frost und Taumittel oder Betonkorrosion infolge von Alkali-Kieselsäurereaktionen. Die Expositionsklassen sind bei der Konstruktionsbemessung nach DIN EN 1992-1-1 zu berücksichtigen.
 

Wozu dient Stahlbeton?
Der Baustoff Beton bringt von Vornherein eine gute Druckfestigkeit mit. Doch viele Betonkonstruktionen brauchen außerdem eine hohe Zugfestigkeit, denn sie sind vielfältigen Zugspannungen ausgesetzt. Weil die Zugfestigkeit von Normalbeton nur bei 5 bis 12 % seiner Druckfestigkeit liegt, kombiniert man Beton mit dem zugfesten Baustoff Stahl zum Verbundwerkstoff Stahlbeton. Beim Stahlbeton integriert man eine Bewehrung (oder Armierung) aus Stahlgittern, Stangen oder Trägern in den Beton, um die Zugfestigkeit den Bauteils zu verbessern oder größere Hohlräume zu überbrücken. Ohne Stahlbewehrung ließen sich höhere Gebäude, Tunnel, weit gespannte Brücken oder Decken nicht aus Beton errichten. Durch die Bewehrung werden Zugfestigkeiten von etwa 300 N/mm² erreicht (N=Newton, die Maßeinheit für Kraft). Der hohe pH-Wert des Betons schützt den Stahl vor Korrosion, und die Betondeckung verzögert im Brandfall das Verformen oder Schmelzen des Stahls.
 

Kann man Transportbeton mit anderen Baustoffen kombinieren?
Ja – Transportbeton eignet sich hervorragend, um ihn mit anderen Baustoffen zu kombinieren, sodass sich die positiven Materialeigenschaften ergänzen und verstärken. Eine häufige Anwendung ist der Verbundwerkstoff Stahlbeton. Dabei liefern wir Ihnen regulären Beton auf die Baustelle, wo Sie ihn in Verbindung mit Stahlbewehrungen einbauen. Auch Faserbetone mit Stahlfasern, Kunststoffasern oder Glasfasern bieten viele interessante Möglichkeiten. Textiltechnische Gewirke aus alkaliresistenten Glas- oder Kohlenstofffasern kann man als nicht rostende Bewehrung verwenden – so erhält Beton zusätzliche Stabilität und Widerstandsfähigkeit. CEMEX ist darauf spezialisiert, normgerechte Betone für verschiedenste Anwendungen zu entwickeln.
 

Was sind leichtverdichtbare und selbstverdichtende Betone?
Bei CEMEX erhalten Sie neben allen gängigen Betonen auch die leichtverdichtbaren und selbstverdichtenden Transportbetone unserer Produktfamilie aaton®. Diese Betone zeigen ein hervorragendes Fließverhalten und eine hohe Verdichtungswilligkeit. Sie füllen auch Bauteile mit komplexer Bewehrung und schwierigen Geometrien hohlraumfrei auf und können sich weitestgehend selbsttätig nivellieren – mit wenig oder komplett ohne mechanische Verdichtungsarbeit. Das macht leichtverdichtbare und selbstverdichtende Betone von CEMEX zu einer wirtschaftlichen Lösung für viele Anwendungen.  Sie finden umfassende Informationen zu aaton® ultra, aaton® comfort und aaton® compact hier.
 

Welche Erfahrung hat CEMEX als Transportbetonhersteller?
Als eines der größten Baustoffunternehmen weltweit hat CEMEX eine fundierte Erfahrung mit der Produktion von Transportbeton. In Deutschland sind wir seit mehr als 50 Jahren als zuverlässiger Transportbetonhersteller aktiv. Wir liefern Ihnen genau den Beton, den Sie für Ihren Neubau, Ihre Halle oder Ihre Fabrik benötigen. Gerne beraten wir Sie, welche Betoneigenschaften für die jeweilige Anwendung und die zu erwartenden Belastungen sinnvoll sind. Wir bieten Ihnen passgenaue Betone für Ihr Projekt – optisch ansprechend, stabil und langlebig. Durch technisch intelligente Lösungen lassen sich auch andere Konstruktionsmaterialien mit Beton verbinden.
 

Welche Leistungen bietet mir CEMEX als Transportbetonhersteller? 
Unsere erfahrenen Fachleute beraten Sie gern in einer unserer zahlreichen Niederlassungen oder direkt auf Ihrer Baustelle über den richtigen Beton für Ihr Projekt. CEMEX hat ein flächendeckendes Netz moderner Produktionsanlagen. Wir stellen den Beton aus qualitätsüberwachten Ausgangsstoffen im Transportbetonwerk her und liefern ihn im Transportbetonmischer just-in-time auf Ihre Baustelle – genau dann, wenn Sie ihn brauchen. Unsere Abteilung Betonförderung kann den Betoneinbau mit leistungsfähigen Betonfördergeräten in jeder Größe unterstützen. CEMEX ist der richtige Partner, wo immer und wie immer Sie bauen möchten, wie klein oder groß Ihr Bauvorhaben auch ist. Wir liefern Ihnen Transportbeton – kompetent, schnell und zuverlässig.
 

Wie lange hält eine Betonkonstruktion?
Das hängt ab von der Qualität des Betons, den Belastungen, von Umwelteinflüssen und Instandhaltungsmaßnahmen. Bei einem Wohnhaus oder einer Garage sollten das Fundament, die Bodenplatte und die tragenden Stahlbetonbauteile bei üblicher Instandhaltung mindestens 50 Jahre keine größeren Schäden aufweisen. Bei Infrastrukturbauwerken werden auch Nutzungsdauern von über 80 Jahren in der Konstruktion und in den Anforderungen an die Baustoffe berücksichtigt. 
 

Ist Beton gesundheitsschädlich?
Im ausgehärteten Zustand ist Beton gesundheitlich völlig unbedenklich und darf sogar im Trinkwasserbereich eingesetzt werden. Allerdings reagiert noch feuchter Beton stark alkalisch, weshalb es bei Hautkontakt zu Verätzungen, Entzündungen und Allergien kommen kann. Beachten Sie deshalb bei der Betonverarbeitung alle Sicherheitshinweise, tragen Sie Arbeitskleidung mit langen Ärmeln, Handschuhe, Augenschutz und Sicherheitsschuhe. Wenn Sie dennoch mit Beton in Berührung kommen, waschen Sie ihn mit viel Wasser ab und wechseln Sie die Kleidung. Achten Sie bei Schutzbehandlungen oder Oberflächentexturen auf Unverträglichkeiten. 
 

Die Betonbauweise galt früher als zweckmäßig, aber wenig ansprechend. Wie ist das heute?
Viele Betonbauwerke sind sehr zweckmäßig, viele sind sehr ästhetisch, viele sind beides. Dieser Baustoff nimmt fast jede Form an – das lässt auch sehr fantasievolle Konstruktionen zu. Viele Menschen finden gerade die raue, ehrliche Oberfläche des „flüssigen Steins“ anziehend und wissen Sichtbeton zu schätzen. Eine Betonoberfläche muss übrigens nicht unbedingt grau sein: Beton lässt sich gut mit farbigen Anstrichen versehen oder schon im Transportbetonwerk mit Pigmenten ganz nach Wunsch einfärben. Wer eine besondere Oberflächenstruktur wünscht, hat die Wahl zwischen verschiedenen Schalungen und Matrizen, die dem Frischbeton ihren „Stempel aufdrücken“, und vielen Arten der nachträglichen Bearbeitung. Wer keinen Sichtbeton wünscht, kann das Bauteil oder Bauwerk natürlich auch verblenden lassen.
 

Von Betonsanierung höre ich zum ersten Mal. Was muss da kontrolliert werden?
Damit ein Bauteil seine geplante Nutzungsdauer erreicht, muss man es kontinuierlich instand halten, nicht anders als beim PKW. Wenn sich die Oberfläche einer Betonkonstruktion durch Beschädigungen, starke Belastung oder Umwelteinflüsse verändert, wenn sich größere Risse bilden oder Metallkonstruktionen hervortreten, sollten Sie einen Betonexperten oder einen Sanierungsfachbetrieb hinzuziehen. Denn insbesondere die Korrosion der Stahlbewehrung führt langfristig zu größeren Schäden, die die Funktion der Betonkonstruktion gefährden.